Was geschieht hier?

Es ist soweit. Kribbeln. Die Nerven sind gespannt, die Handgelenke frisch geprellt, die Uhrzeit weit fortgeschritten. Kaffee leer. Mist.

Okay, dann ohne. Wäre sowieso zu spät. Ist sowieso nur ‘n blödes Vorurteil. Auch wenn ich wirklich gern trinke. Egal. Neuer Versuch, fokussieren! Wo muss ich jetzt… ach klar, da. Und wo stelle ich gleich noch einmal… moment, Youtube weiß Rat…

Was das soll? Die Frage kann ich nicht mehr hören. Dabei stellt sie niemand, außer ich – nunja, mir. Seit Tagen. Doch nun will ich mich mir erklären, und hoffentlich auch dir, wäre ja cool. Jedenfalls das Gespinst hinauslassen, aufhören mit stupenden Parenthesen und Ellipsen und – he, stieß gerade beim Nachschauen der Schreibweise von Ellipse (wegen vermeintlich morphemer Verwechslungsgefahr zur mathematischen Ellipse) über die Elision auf die Apokope und darüber auf den oberdeutschen Präteritumsschwund – Gott! Ich liebe das jetzt schon! – und hoffentlich dabei nicht allzu schnell gegen die Wand rennen.

Kennen Sie, werte Leser, und kennst Du, der du vielleicht ja auch gedutzt werden möchtest… kennt Ihr beide die Leute, die sagen, “etwas mit Medien” lernen/studieren/machen zu wollen? So sage ich jetzt erst einmal, ich möchte “etwas mit Medienpädagogik” machen. Auf der Haben-Seite stehen ein Bachelor und bald ein Master of Education mit allen damit einhergehenden Sperenzchen, dazu ein abgeschlossenes künstlerisch-pädagogisches Zweitfach, wenig bis recht viel Unterrichtserfahrung in allen möglichen Disziplinen mit Altersgruppen von 3 bis 80+ und viel Interesse v.A. an digital gedachten und gemachten Medien, ihrer Analyse und der soziokulturellen Nutzung derselben in jedweder Richtung.

Auf der nicht-haben-Seite steht ein Studium der Medienpädagogik.

So, jetzt bin ich schlecht gelaunt und obendrein der ganzen Sache müd.

Hehe. Da ist sie. Die Apokope. Natürlich bin ich NICHT schlecht gelaunt, ich habe erfolgreich durch intrinsisch motiviertes Rumklicken und Ablenken von der selbst gesetzten Problemstellung (Thema Ellipse) eine Art peripheres Wissen eingesammelt, aufgesaugt und anwenden können. So schnell vergesse ich das auch nicht wieder – und das erklärt einen großen Teil der Faszination, weswegen ich diesen Blog nun starte. Besser hätte ich mir das vor zwanzig Minuten nicht ausdenken können. Das selbst bestimmte Lernen auf Umwegen, mithilfe eines nahezu omnipräsenten Mediums und seinen Verlinkungen. Check.

In den nächsten Tagen möchte ich hier einige Fragestellungen sammeln die mich beschäftigen und für deren Beantwortung mein derzeitiger Fragehorizont definitv erweitert werden muss. Das mache ich schon selbst, keine Sorge, doch freue ich mich, wenn ich über Mail oder die Kommentarfunktion Kontakte zu Personen knüpfen kann, die Erfahrungen tauschen, Anekdoten teilen oder durch ihre Perspektiven auf meine Fragen und Antwortversuche noch ganz andere Lücken in meiner Argumentation bloßlegen können, die ich derzeit nicht einmal erahnen kann.

Soweit soll dieser erste Beitrag gehen. Ich bin gespannt und ich freue mich auf meinen Weg. Und ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass am Ende eines langen Textes eine Grußformel kommen muss, wenn man schon so vor sich hin plaudert. Daher – gehaben Sie sich und gehabt ihr euch wohl.

Grüße – Clemens

Leave a Reply

Close Menu